2016/I

Emmissionen von Druckern und Kopieren

Über die Staub-Emmissionen die von Druckern und Kopierern verursacht werden, wird seit längerem diskutiert. Die baua-Forschung hat hierzu unterschiedliche Arbeitsplätze untersucht und kommt zu folgender Erkenntnis:

  • Anzusetzen bei Gefährdungsbeurteilungen sei die "Technische Regel für Gefahrstoffe (TGRS) 900"
  • Für einatembaren Staub (E-Staub) gelte ein Grenzwert von 10 mg/m³
  • Für besonders feinen Staub, der zu den Lungenbläschen gelangen könnte (A-Staub) gelte ein Grenzwert von 1,25 mg/m³
  • Der bei Druckern und Kopierern wichtige A-Staub-Grenzwert würde bei Büroarbeitsplätzen weit unterschritten.
  • Es gäbe keine relevanten Risiken die in einer Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen wären.
  • Sie gaben die Empfehlung: Räume mit Druckern und Kopierern ausreichend groß zu gestalten und gut zu belüften.

Den Fachartikel und die Schutzleitfäden sind hier zu finden: www.baua.de/tonerstaub

 

Erholungszeiten einzuhalten wird empfohlen

Das Faktenblatt "Arbeiten ohne Unterlass? - Plädoyer für die Pause" von baua kommt zu folgender Erkenntnis:

  • Bei mehr als einem Viertel der Beschäftigten fallen die Pausen aus.
  • Am häufigsten fallen die Pausen bei denen aus, die belastenden Arbeitssituationen ausgesetzt sind und mehr als 40 Stunden die Woche arbeiten
  • Pausenlos durchzuarbeiten kann sich auf die Gesundheit auswirken. Je länger die Erholung aufgeschoben wird, desto größer ist die Erschöpfung.
  • Häufiges Durcharbeiten kann zu einer "Erholschuld" beitragen.

Das Faktenblatt zu dem Thema finden sie hier: www.baua.de/dok/6505298

 

Beliebtheit von Maßnahmen bei betrieblicher Gesundheitsförderung

Die drei Maßnahmen mit der größten Beteiligung bei Mitarbeitern (>88%) sind:

  • Prüfung auf gesundheitsgerechte Arbeitsplatzgestaltung
  • Ermittlung psychischer Belastungen
  • Mitarbeiterbefragungen

Angebote zur Entspannung und Stressbewältigung werden im Durchschnitt nur von 45% aller Mitarbeiter genutzt, wobei die Beteiligung der Mitarbeiter mit einem Alter über 50 Jahren stark zunimmt (55%).
Die dauerhafte Fortführung sämtlicher Programme ist derzeit in Unternehmen ein Problem. Nur die Hälfte aller Unternehmen führen die eingeführten Maßnahmen nach zwei Jahren noch fort.

Quelle: Gesundheit in Deutschland, Gesundheitsberichtserstattung des Bundes, rki, destatis, Berlin, November 2015, S.278ff